Pilzsaison im Jahresverlauf: welcher Pilz wächst wann
Pilze gibt es fast das ganze Jahr. Wer weiß, wann welche Art Saison hat, geht gezielter und erfolgreicher in den Wald. Der Kalender für den DACH-Raum.
Frühjahr (März bis Mai)
Die ersten Delikatessen des Jahres: Die begehrte Speisemorchel und die Spitzmorchel erscheinen in Auwäldern und an Wegrändern. Auf Wiesen wächst der Nelkenschwindling, im Gras der Maipilz. Vorsicht im Frühjahr vor dem giftigen Frühlings-Rötling, der zur selben Zeit wächst.
Sommer (Juni bis August)
Bei feuchtwarmem Wetter starten die Klassiker: Pfifferlinge leuchten dottergelb aus dem Moos, der Sommersteinpilz und die ersten Steinpilze zeigen sich, dazu Rotkappen und Birkenpilze. Der Sommer kann bei genug Regen schon sehr ergiebig sein.
Herbst (September bis November): die Hauptsaison
Jetzt ist Hochbetrieb im Wald. Steinpilz, Maronenröhrling, Parasol, Hallimasch, Reizker und viele Täublinge haben Saison. Aber Achtung: In der Hauptsaison wachsen auch die gefährlichsten Giftpilze, allen voran der Grüne Knollenblätterpilz. Gerade jetzt lohnt sorgfältiges Bestimmen.
Winter (Dezember bis Februar)
Auch im Winter musst du nicht verzichten. Der Austernseitling und der Samtfußrübling (Enoki) wachsen an Laubholz sogar bei Frost, das Judasohr findet sich an Holunder. Diese Winterpilze sind robust und leicht zu erkennen.
Warum das Wetter alles entscheidet
Der Kalender gibt nur den Rahmen vor, den Takt bestimmt das Wetter. Nach einem warmen Regen mit anschließend milden, feuchten Nächten schießen die Pilze innerhalb weniger Tage aus dem Boden. Lange Trockenheit oder früher Frost beenden die Saison abrupt. Ein guter Sammler beobachtet darum das Wetter der letzten ein bis zwei Wochen.
Standort nicht vergessen
Zur richtigen Zeit am richtigen Baum: Viele Arten sind an Baumpartner gebunden. Wer die Bäume kennt, findet die Pilze schneller. Details zu jeder Art, inklusive Saison und Lebensraum, findest du in den Steckbriefen im Lexikon.
Sammle nur, was du sicher kennst, und lass deine Funde im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle prüfen.