🍄 PilzCheck

Goldgelber Schneckling Hygrophorus hypothejus

Essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Goldgelber Schneckling (Hygrophorus hypothejus)
Bild: This image was created by user Gerhard Koller (Gerhard) at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here., CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Goldgelbe Schneckling ist ein später Speisepilz, der oft erst nach den ersten Nachtfrösten in Kiefernwäldern erscheint. Kennzeichnend sind der olivbraune, schleimige Hut in Verbindung mit den leuchtend gold- bis orangegelben, weit stehenden und herablaufenden Lamellen sowie der ebenfalls gelbliche Stiel mit schleimiger Ringzone. Die feste Bindung an Kiefern auf Sandböden ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Vor dem Verzehr sollte die schleimige Huthaut abgezogen werden; sichere Bestimmung anhand der gelben Lamellen und des Kiefernstandorts ist Voraussetzung.

Merkmale

Saison
Spätherbst bis in den Frühwinter, meist Oktober bis Dezember, oft erst nach den ersten Frösten.
Lebensraum
In Nadelwäldern, fast ausschließlich bei Kiefern (Föhren) auf sandigen, mageren und sauren Böden. Mykorrhizapilz, häufig in lockeren Heidewäldern.
Hut
3 bis 6 cm breit, jung gewölbt mit eingerolltem Rand, später flach mit kleinem Buckel. Schmierig-schleimig, olivbraun bis graubraun, bei feuchter Witterung schmierig glänzend; nach Abtrocknen verblassend.
Unterseite
Lamellen weit auseinanderstehend, dicklich, am Stiel herablaufend, wachsartig, leuchtend gelb bis goldgelb, später orangegelb.
Stiel
5 bis 8 cm lang, schlank, zylindrisch, blass gelb bis goldgelb, oben oft mit schleimiger Ringzone vom Velum, unter dieser schmierig; im Alter orangegelb anlaufend.
Geruch
Unauffällig bis schwach pilzig, mild, ohne besondere Note.

Verwechslungsgefahr

Essbar Olivbrauner Schneckling (Hygrophorus persoonii / olivaceoalbus)
Ähnlich schmieriger, dunkler Hut, aber Lamellen weiß bis cremefarben, nicht goldgelb; ungefährliche Verwechslung.

Essbar Frostschneckling / weitere Hygrophorus-Arten
Andere Schnecklinge sind ebenfalls essbar; entscheidend zur Abgrenzung sind die gelben Lamellen und Kiefernbindung.

Giftig Kahler Krempling (Paxillus involutus)
Bräunlicher Trichterhut mit herablaufenden Lamellen kann oberflächlich erinnern, doch Lamellen bräunlich und ablösbar, Fleisch rötend; giftig, daher gelbe Lamellen genau prüfen.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.