🍄 PilzCheck

Gefleckter Täubling Russula maculata

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Gefleckter Täubling (Russula maculata)
Bild: This image was created by user Nathan Wilson (nathan) at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here., CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Gefleckte Täubling ist ein rothütiger Täubling mit charakteristisch ocker- bis dottergelben Lamellen, dottergelbem Sporenpulver und gelblich fleckender Huthaut. Entscheidendes Merkmal ist der nach kurzer Zeit deutlich scharfe, brennende Geschmack des Fleisches, der ihn von milden Speisetäublingen trennt. Wegen dieser Schärfe ist er roh magen-darm-giftig und gilt als Speisepilz nicht verwendbar; bei Verzehr drohen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall (gastrointestinales Syndrom). Eine sichere Bestimmung roter Täublinge ist nur über Geschmacksprobe (Spucktest, nichts hinunterschlucken), Sporenpulverfarbe und meist Mikroskopie möglich, da viele Arten äußerlich kaum unterscheidbar sind. Für Speisezwecke sollten Anfänger rote, scharfe Täublinge grundsätzlich meiden.

Merkmale

Saison
Juni bis Oktober
Lebensraum
In Laub- und Mischwäldern, bevorzugt unter Eichen und Buchen auf sauren, oft eher feuchten Böden; seltener auch in Nadelwäldern. Mykorrhizapilz, einzeln bis gesellig.
Hut
4 bis 10 cm breit, jung gewölbt, später flach ausgebreitet und in der Mitte oft etwas vertieft; leuchtend rot bis blutrot, häufig mit gelblichen, ockerfarbenen oder ausgeblassten Flecken (namensgebend). Rand glatt bis schwach gerieft, Huthaut bis etwa zur Hälfte abziehbar.
Unterseite
Lamellen jung blass cremefarben, im Alter satt ocker- bis dottergelb durch das reife, dottergelbe Sporenpulver; mäßig dicht stehend, am Stiel angeheftet, brüchig.
Stiel
3 bis 7 cm lang, 1 bis 2,5 cm dick, zylindrisch, weiß, oft mit rötlichem bis rosa Anflug; Fleisch fest, im Alter brüchig, langsam etwas gilbend bis schwach grauend.
Geruch
Mild, schwach obstartig, unauffällig.

Verwechslungsgefahr

Giftig Speitäubling (Russula emetica)
Ebenfalls rothütig und brennend scharf, jedoch mit weißen bis cremefarbenen Lamellen und reinweißem Sporenpulver; roh giftig (starke Magen-Darm-Reizung). Die gelben Lamellen und das dottergelbe Sporenpulver trennen den Gefleckten Täubling.

Ungenießbar Bluttäubling (Russula sanguinaria, syn. sanguinea)
Blutrot, scharf und ebenfalls magen-darm-giftig, jedoch in Nadelwäldern (Kiefer) und mit hellem, cremefarbenem Sporenpulver sowie oft rötlich überlaufenem Stiel.

Essbar Apfeltäubling (Russula paludosa)
Mild und essbar, rothütig mit gelblichem Sporenpulver, in feuchten Nadelwäldern und Mooren; nur über den milden Geschmack sicher vom scharfen Gefleckten Täubling zu trennen.

Essbar Speisetäubling (Russula vesca)
Mild und essbar, Huthaut am Rand etwas zurückgezogen (Zahn-/Schimmer-Rand), Sporenpulver weiß; durch milden Geschmack und weißes Sporenpulver unterscheidbar.

Essbar Frauentäubling (Russula cyanoxantha)
Mild und essbar, aber Hut violett-grünlich und Lamellen biegsam-speckig (nicht splitternd), Sporenpulver weiß; nicht rot und nicht scharf.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.