🍄 PilzCheck

Eichen-Rotkappe Leccinum quercinum

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💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Eichen-Rotkappe (Leccinum quercinum)
Bild: 2010-09-13_Leccinum_aurantiacum_6555637461.jpg: About field station from Russia derivative work: Ak ccm (talk), CC BY 2.0 · Quelle

Die Eichen-Rotkappe ist ein kraeftiger, guter Speisepilz mit leuchtend orangerotem Hut und dunkel beschupptem Stiel. Charakteristisch ist die deutliche Verfaerbung des Fleisches im Anschnitt (weinroetlich, dann grauviolett bis schwaerzlich, im Stielfuss blaugruen). Zur sicheren Bestimmung gehoeren der Bezug zu Eichen sowie die dunklen Stielschueppchen. Wie alle Rotkappen muss sie vor dem Verzehr stets gut und ausreichend lange durchgegart werden, da sie roh giftig bzw. unvertraeglich ist.

Merkmale

Saison
Juni bis Oktober
Lebensraum
In Laub- und Mischwaeldern als Mykorrhizapartner von Eichen, seltener bei anderen Laubbaeumen. Bevorzugt eher basenreiche, waermebeguenstigte Standorte; nicht an ausgepraegt bodensaure Boeden gebunden.
Hut
5 bis 15 cm breit, jung halbkugelig, spaeter polsterfoermig gewoelbt; ziegelrot, orangerot bis rotbraun, oft mit feinfilziger, ueber den Rand ueberstehender Huthaut.
Unterseite
Roehren fein, jung weisslich bis blass graubeige, im Alter schmutzig graubraun werdend; auf Druck braeunend. Roehrenmuendungen klein und rundlich.
Stiel
Lang, kraeftig und keulig, weisslich mit zahlreichen feinen Schueppchen, die jung roetlichbraun bis rostbraun, im Alter dunkler bis schwaerzlich sind. Fleisch im Anschnitt zunaechst weinroetlich bis graurot, dann grauviolett bis schwaerzlich verfaerbend, im Stielfuss oft blaugruenlich bis tuerkis.
Geruch
Mild, angenehm pilzig, unauffaellig.

Verwechslungsgefahr

Essbar Espen-Rotkappe (Leccinum aurantiacum)
Sehr aehnlich, waechst bei Pappeln/Espen; ebenfalls guter Speisepilz, daher unkritische Verwechslung. Gut durchgaren.

Bedingt essbar Birken-Rotkappe (Leccinum versipelle)
Bei Birken, Hut eher orangebraun mit dunklen Stielschueppchen; ebenfalls essbar, gut durchgaren.

Ungenießbar Gallenroehrling (Tylopilus felleus)
Kann jung aehneln, hat aber rosa anlaufende Roehren, bitteren Geschmack und ein deutliches Netz am Stiel; verdirbt durch Bitterkeit jedes Gericht.

Essbar Hasenroehrling / Falscher Birkenpilz (Gyroporus castaneus bzw. Leccinum-Arten)
Andere Raufuss-/Leccinum-Arten mit roetlichem Hut sind durchweg essbar; entscheidend ist gutes Durchgaren, eine Verwechslung untereinander ist daher ungefaehrlich.

Giftig Satans-Roehrling (Rubroboletus satanas)
Hat roetliche Poren und ein roetliches Stielnetz statt dunkler Stielschueppchen, dicken bauchigen Stiel und blauenden Hut; bei Eiche moeglich. Fehlende Schueppchen und Roehrenmuendungs-Roetung sind klare Abgrenzung. Roh giftig.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.