🍄 PilzCheck

Blutroter Filzröhrling Hortiboletus rubellus

Bedingt essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Blutroter Filzröhrling (Hortiboletus rubellus)
Bild: George Chernilevsky, Public domain · Quelle

Der Blutrote Filzröhrling ist ein kleiner, zierlicher Röhrling mit leuchtend blutrotem, samtigem Hut, gelben, blauenden Poren und rot überfasertem Stiel. Wichtigstes Erkennungsmerkmal sind die orangeroten bis karottenroten Pünktchen im Fleisch der Stielbasis, sichtbar im Längsschnitt. Er gilt als essbar, ist aber nur ein minderwertiger Speisepilz: das Fleisch ist weich, schnell schwammig und sehr häufig madig, der Geschmack mitunter seifig. Daher wird er als bedingt essbar eingestuft. Achtung: Der blutrote Hut zusammen mit blauenden Poren kann Anfänger zur Verwechslung mit giftigen, rotporigen Hexenröhrlingen oder dem Satansröhrling verleiten. Entscheidend zur Abgrenzung sind die gelben (nicht roten) Poren, der nur faserig-rote (nicht genetzte) Stiel und die Karottenflecken an der Stielbasis. Im Zweifel sollte auf einen Verzehr verzichtet werden.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober
Lebensraum
In Laubwäldern, Parks, Friedhöfen und an Waldrändern, bevorzugt unter Eichen auf nährstoffreichen, oft grasigen Böden; Mykorrhizapilz, häufig auf Lehm. Auch auf parkartigem Gelände wie Stadtparks, Spielplätzen und Badeseeufern.
Hut
3 bis 7 cm breit, jung halbkugelig, später polsterförmig bis flach; samtig-filzig, leuchtend blutrot bis karminrot, im Alter oft ausblassend und ockerlich oder bräunlich fleckig, bei Verletzung mitunter blauend.
Unterseite
Röhren und Poren jung gelb, später grünlichgelb; Poren rundlich und relativ weit, bei Druck deutlich blauend. Wichtig: die Poren sind gelb, niemals rot oder orange (Abgrenzung zu giftigen Hexenröhrlingen).
Stiel
4 bis 7 cm lang, schlank, gelblich mit kräftiger roter bis karminroter Längsfaserung (keine Netzzeichnung), zur Basis hin rot überzogen; Fleisch blauend, an der Stielbasis mit charakteristischen orangeroten bis karottenroten Pünktchen (Karottenflecken) im Längsschnitt.
Geruch
Unauffällig, mild und leicht pilzig; Geschmack mild, mitunter leicht seifig.

Verwechslungsgefahr

Bedingt essbar Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus)
Roh giftig. Poren orangerot bis rot (nicht gelb!), Stiel mit rotem Netz, Fleisch stark blauend. Karottenflecken fehlen. Wichtigste gefährliche Verwechslung.

Bedingt essbar Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus / praestigiator)
Roh giftig. Rote Poren, Stiel mit roten Flöckchen (kein Netz), sofort intensiv blauendes Fleisch. Keine Karottenflecken.

Giftig Satansröhrling (Rubroboletus satanas)
Giftig. Wesentlich größer, Hut weißlich-grau, rote Poren, dickbauchiger genetzter Stiel, unangenehmer Geruch im Alter. Bei roten Poren niemals verzehren.

Essbar Falscher Rotfußröhrling (Xerocomellus porosporus)
Hut bräunlich, nie blutrot; keine Karottenflecken in der Stielbasis. Ungefährliche Verwechslung.

Essbar Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Hut olivbräunlich mit roten Rissen, nicht flächig blutrot; Stielbasis ohne orangerote Pünktchen. Ungefährlich.

Essbar Herbst-Rotfußröhrling (Xerocomellus pruinatus)
Hut dunkler braunrot, fein bereift; gelbe Poren, keine Karottenflecken. Ungefährliche Verwechslung.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.