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Herbst-Rotfußröhrling (Bereifter Rotfußröhrling) Xerocomellus pruinatus

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💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Herbst-Rotfußröhrling (Bereifter Rotfußröhrling) (Xerocomellus pruinatus)
Bild: Andreas Kunze, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Herbst-Rotfußröhrling ist ein essbarer, aber nur mittelmäßiger Speisepilz; jung verwendbar, im Alter oft madig und weich. Kennzeichnend sind der jung fein bereifte, dunkel rotbraune Hut, der gelbe, schwach blauende Schwamm, die rote Stielflockung und der fehlende Stielnetz. Wichtig: Rotfußröhrlinge sind eine schwer trennbare Gruppe sehr ähnlicher, durchweg ungiftiger Arten, die mikroskopisch sicher abgrenzbar, für die Küche aber gleichwertig sind. Vor dem Verzehr unbedingt den milden Geschmack prüfen: Bitterkeit deutet auf den ungenießbaren Gallenröhrling oder den giftigen Schönfußröhrling hin (beide besitzen ein deutliches Stielnetz und werden nicht gegessen). Stark vom Goldschimmel (Hypomyces chrysospermus) befallene, weiß-gelblich überzogene Fruchtkörper sind zu verwerfen.

Merkmale

Saison
Juli bis November, Schwerpunkt im Herbst (oft etwas später als der Gemeine Rotfußröhrling)
Lebensraum
Laub- und Nadelwälder, bevorzugt bei Buche und Fichte, gern auf saurem Boden; Mykorrhizapilz, häufig.
Hut
4 bis 8 (10) cm breit, jung halbkugelig, dann polsterförmig; dunkel rotbraun bis kastanienbraun oder weinrötlich, jung oft fein bereift (pruinos), bei Feuchtigkeit matt; im Alter feinrissig. Unter der Huthaut liegt eine rötliche Schicht, die in Rissen durchscheinen kann, jedoch ohne kräftig leuchtendes Rot wie beim Gemeinen Rotfußröhrling.
Unterseite
Röhren und Poren jung blassgelb, später gelb bis olivgelb, auf Druck schwach bis deutlich blauend.
Stiel
5 bis 8 cm lang, eher schlank bis leicht keulig, gelblich, im unteren Teil oft mit roter bis purpurroter Flockung, die im Alter größere Bereiche überziehen kann; Stiel ohne Netzzeichnung. Fleisch im Schnitt blass gelblich, schwach blauend, vor allem im Stiel- und Röhrenbereich.
Geruch
Mild, unauffällig pilzig; Geschmack mild (nicht bitter).

Verwechslungsgefahr

Essbar Gemeiner Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Sehr ähnlich, Hut stärker felderig aufgerissen mit deutlich rötlichem Gewebe in den Rissen, jung nicht bereift; essbar, küchentechnisch gleichwertig.

Essbar Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)
Hut samtig oliv- bis gelbbraun ohne Rottöne, Stiel ohne rote Flockung, kaum blauend; essbar.

Essbar Düsterer Röhrling / Falscher Rotfußröhrling (Xerocomellus porosporus)
Grau-olivbrauner, kahl aufreißender Hut ohne Rot in den Rissen; harmlos, nur Bestimmungsverwechslung.

Ungenießbar Gallenröhrling (Tylopilus felleus)
Wichtiger Doppelgänger: brauner Hut, aber rosa anlaufende Poren, deutliches dunkles Stielnetz und intensiv bitterer Geschmack. Nicht giftig, verdirbt aber jedes Gericht; mit einer Kostprobe (ausspucken) sicher zu erkennen.

Ungenießbar Schönfußröhrling (Caloboletus calopus)
Größer und kräftiger, gelbes Stielnetz, oben gelblicher und unten rötlicher Stiel, blauend, stark bitter. Giftig (Magen-Darm-Störungen), nicht verwechseln; Bitterkeit und Stielnetz unterscheiden ihn klar.

Essbar Maronenröhrling (Imleria badia)
Brauner, oft glänzender Hut, gelbliche, auf Druck deutlich blauende Poren, Stiel ohne rote Flockung und ohne Netz; guter Speisepilz, kann jung mit Rotfüßen verwechselt werden.

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Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.