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Jodoform-Täubling Russula turci

Essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Jodoform-Täubling (Russula turci)
Bild: Maja Dumat, CC BY 2.0 · Quelle

Der Jodoform-Täubling ist ein milder Täubling mit violettem bis purpurnem, zur Mitte oft dunklerem Hut und ocker- bis ockergelben Lamellen. Wichtigstes und namensgebendes Merkmal ist der Jodoform-Geruch an der weißen Stielbasis, der beim Anreiben hervortritt. Er gilt als essbar, ist kulinarisch aber unbedeutend. Eine sichere Abgrenzung gegenüber dem nahe verwandten Amethyst-Täubling ist makroskopisch kaum möglich (beide werden teils als eine Art geführt) und gelingt sicher nur mikroskopisch über die Sporenornamentik. Da viele Täublinge schwer zu unterscheiden sind, gilt für Speisezwecke strikt: Nur eindeutig bestimmte, absolut mild schmeckende Arten verwerten; scharf, bitter oder kratzig schmeckende Täublinge sind zu meiden. Im Zweifel stehen lassen.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober
Lebensraum
Mykorrhizapilz vor allem unter Nadelbäumen, bevorzugt bei Fichte und Kiefer, seltener in Nadel-Mischwäldern. Auf eher saurem, oft mageren Boden; in höheren und montanen Lagen häufiger.
Hut
5 bis 9 cm breit, jung halbkugelig, später ausgebreitet und oft flach niedergedrückt. Farbe variabel violett, lila, purpurn bis rötlich- oder rosabraun, zur Mitte hin meist dunkler. Huthaut bis etwa zur Hälfte abziehbar, bei Feuchtigkeit klebrig bis schmierig.
Unterseite
Lamellen anfangs cremeweiß, später durch das Sporenpulver hell ocker- bis ockergelb (nicht leuchtend dottergelb). Relativ dicht stehend, am Stiel angeheftet, etwas brüchig; Sporenpulver ocker.
Stiel
4 bis 7 cm hoch, 0,7 bis 2 cm dick, zylindrisch bis leicht keulig, weiß und nicht rötend. Im Alter weich und teils kammerig-hohl werdend.
Geruch
Charakteristisch der Geruch nach Jodoform (Jod, Arzneischrank) an der Stielbasis, besonders beim Anreiben oder Antrocknen deutlich; er kann jedoch schwanken oder fehlen. Geschmack mild (kein scharfer oder bitterer Geschmack).

Verwechslungsgefahr

Essbar Amethyst-Täubling (Russula amethystina)
Sehr ähnlicher violetter Hut, ockergelbes Sporenpulver und ebenfalls Jodoform-Geruch; von vielen Autoren als bloße Varietät von R. turci geführt. Makroskopisch kaum trennbar, sicher nur mikroskopisch (Sporenornament). Mild und essbar.

Giftig Spei-Täubling (Russula emetica)
Leuchtend roter, nicht violetter Hut, weißes Sporenpulver, brennend scharfer Geschmack, kein Jodoform-Geruch. Roh giftig, verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Sicheres Trennmerkmal ist der scharfe Geschmack.

Giftig Stachelbeer-Täubling / scharfe violette Täublinge (z. B. Russula queletii)
Ähnlich purpurn-violetter Hut bei Nadelbäumen, aber deutlich scharfer Geschmack (Stachelbeer-/Kompottgeruch). Scharfe Täublinge gelten als giftig (Magen-Darm). Geschmacksprobe entscheidet: scharf = meiden.

Essbar Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha)
Violett-grünlicher Hut, aber biegsam-schmierige, nicht splitternde Lamellen und rein weißes Sporenpulver, ohne Jodoform-Geruch.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.