🍄 PilzCheck

Buckel-Täubling Russula caerulea

Bedingt essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Buckel-Täubling (Russula caerulea)
Bild: Eric Steinert, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Buckel-Täubling ist durch den dunkelvioletten, in der Mitte fast schwarzen Hut mit dem charakteristischen (oft spitzen) Buckel, das ockergelbe Sporenpulver und das ausschließliche Vorkommen bei Kiefern gut gekennzeichnet. Das Fleisch schmeckt mild, die Huthaut jedoch deutlich bitter, weshalb er nur als mäßiger Speisepilz gilt und vor der Zubereitung abgehäutet werden sollte (bedingt essbar). Wichtig: Bei Täublingen gilt die bewährte Faustregel, dass mild schmeckende Arten in der Regel essbar sind und scharf oder brennend schmeckende verworfen werden müssen; eine Geschmacksprobe vom Fleisch (kosten und ausspucken, nicht die Huthaut, die hier ohnehin bitter ist) gehört zur sicheren Bestimmung. Da bei Kiefern mehrere scharf schmeckende, violett gefärbte Täublinge vorkommen, ist eine sorgfältige Prüfung unerlässlich.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober
Lebensraum
Mykorrhizapilz ausschließlich bei Kiefern (Pinus) auf trockenen, sandigen, sauren bis silikatischen Böden; vorwiegend in lichten Kiefernwäldern und auf Heideflächen der Ebene und des Hügellandes. Erscheint oft in kleinen Gruppen.
Hut
3 bis 8 cm breit, jung halbkugelig, dann gewölbt bis verflacht, jedoch fast stets mit deutlichem, oft spitzem Buckel in der Mitte; dunkel violett bis schwarzviolett, in der Mitte purpurn bis fast schwarz, zum Rand hin meist heller. Huthaut bis etwa zur Hälfte abziehbar, feucht etwas schmierig-klebrig.
Unterseite
Lamellen mäßig gedrängt bis etwas entfernt stehend, brüchig, jung blass cremefarben, im Alter durch das Sporenpulver ockergelb bis kräftig gelb (Sporenpulver ocker, etwa IVa-IVb nach Romagnesi); am Stiel meist gerade angewachsen.
Stiel
4 bis 8 cm lang, 1 bis 2 cm dick, weiß, oft mit blass violettlichem Anflug, zylindrisch, im Alter innen weich werdend bis kammerig-hohl, brüchig (typische Täubling-Konsistenz).
Geruch
Geruch mild, unauffällig bis leicht obstartig; Geschmack des Fleisches mild, jedoch die Huthaut deutlich bitter.

Verwechslungsgefahr

Ungenießbar Zitronenblättriger Täubling / Zitronenblättriger Tränen-Täubling (Russula sardonia)
Sehr wichtige Verwechslung: ebenfalls violett bis purpurschwarz bei Kiefern auf saurem Sandboden. Unterschiede: Lamellen blass zitronengelb, Stiel oft purpurn bis violett überlaufen, Fleisch sehr scharf brennend, dadurch ungenießbar. Reagiert mit Ammoniak (auf die Lamellen) rosa. Geschmacksprobe vom Fleisch trennt ihn sicher ab.

Ungenießbar Stachelbeer-Täubling (Russula queletii)
Violett bis weinrot bei Nadelbäumen, Fleisch scharf, Geruch nach Stachelbeerkompott; durch die Schärfe ungenießbar. Geschmacksprobe entscheidet.

Giftig Grünvioletter Täubling (Russula violacea)
Ähnlich violett gefärbt, jedoch Geschmack scharf und Geruch nach Pelargonien (Geranienblätter); ohne ausgeprägten Buckel. Gilt als ungenießbar bis schwach giftig - meiden.

Essbar Speise-Täubling (Russula vesca)
Mild und guter Speisepilz, aber Hut mehr fleischrot bis bräunlich (nicht dunkelviolett), ohne spitzen Buckel, Huthaut am Rand etwas zurückgezogen (Lamellen blitzen vor), Sporenpulver weiß bis blass creme (nicht ocker).

Ungenießbar Weinroter Kiefern-Täubling / Dickfuß-Täubling (Russula torulosa)
Ebenfalls dunkel purpurviolett bei Kiefern, jedoch gedrungener Stiel oft violett überlaufen und Fleisch scharf; durch Schärfe ungenießbar.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.