🍄 PilzCheck

Kuhröhrling Suillus bovinus

Essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Kuhröhrling (Suillus bovinus)
Bild: unbekannt, Public domain · Quelle

Der Kuhröhrling ist ein essbarer Schmierröhrling der Kiefernwälder mit schmieriger, ocker- bis gelbbrauner Huthaut und auffällig weiten, am Stiel herablaufenden Röhren. Sicheres Erkennungsmerkmal sind die grob-eckigen, fast netzartig zusammengesetzten Poren in olivgelber Farbe; das blass gelbliche Fleisch verfärbt sich auf Schnitt und Druck kaum (allenfalls schwach rötlich) und wird beim Kochen weich und etwas schleimig. Er gilt als minderwertiger Speisepilz, ist aber ungiftig; wie alle Schmierröhrlinge sollte er nur gut durchgegart verzehrt werden, da das Genus roh schwer verdaulich ist. Empfindliche Personen ziehen die schleimige Huthaut vor der Zubereitung ab. Häufig wächst in unmittelbarer Nachbarschaft der Rosenrote Gelbfußröhrling (Gomphidius roseus), der traditionell als Parasit am Myzel des Kuhröhrlings gilt; neuere Untersuchungen relativieren diese Deutung jedoch. Für den Kuhröhrling gibt es keine giftigen Doppelgänger - alle möglichen Verwechslungspartner sind ebenfalls essbar.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober (Spätsommer und Herbst), gelegentlich bis in den November bei milder Witterung.
Lebensraum
Nadelwälder, fast ausschließlich als Mykorrhizapartner unter Kiefern (Pinus); bevorzugt saure, sandige und magere Böden, oft an Wegrändern, in Heidegebieten und auf Truppen in lichten Beständen.
Hut
3 bis 10 cm breit, jung halbkugelig, später flach gewölbt bis ausgebreitet; ocker- bis lehmgelb, gelbbraun oder blass rötlichbraun, bei Feuchtigkeit schmierig-klebrig, bei Trockenheit glänzend; Huthaut leicht abziehbar, Rand oft wellig und im Alter etwas eingerissen.
Unterseite
Röhren am Stiel deutlich herablaufend, weit und unregelmäßig zusammengesetzt (grob-eckig, fast netzig angeordnet, häufig in zwei Lagen); olivgelb bis schmutzig graugelb, im Alter rötlichbraun bis zimtbräunlich, auf Druck kaum verfärbend.
Stiel
3 bis 6 cm lang, vergleichsweise schlank, oft zur Basis verjüngt und nicht selten verbogen; gleichfarbig wie der Hut oder etwas heller, ohne Ring, glatt; Fleisch blass gelblich, zur Basis manchmal schwach rötlich.
Geruch
Mild, unauffällig, leicht obst- oder pilzartig.

Verwechslungsgefahr

Essbar Sand-Röhrling (Suillus variegatus)
Typischster Verwechslungspartner, ebenfalls unter Kiefern. Unterschied: feinere, dichtere und olivbraune Poren, körnig-schuppige, trockenere Huthaut, blaut schwach auf Druck. Essbar, daher unkritisch.

Essbar Körnchen-Röhrling (Suillus granulatus)
Engere, feinere und runde Poren, jung mit milchigen Tröpfchen; Röhren nicht so weit und eckig, nicht herablaufend. Essbar.

Essbar Gold-Röhrling (Suillus grevillei)
An Lärche gebunden, leuchtend gelb-orange, mit häutigem Ring (bei jungen Exemplaren). Andere Baumbindung, essbar.

Essbar Hohlfuß-Röhrling (Suillus cavipes)
Ebenfalls unter Lärchen; Stiel zur Basis hohl, Hut filzig-schuppig und trocken (nicht schmierig). Essbar, leicht durch hohlen Stiel zu trennen.

Essbar Rosenroter Gelbfuß-Röhrling (Gomphidius roseus)
Kein echter Röhrling, sondern ein Lamellenpilz mit rosa Hut und herablaufenden, grauenden Lamellen. Wächst meist direkt beim Kuhröhrling. Leicht an den Lamellen statt Röhren zu erkennen, essbar.

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Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.