🍄 PilzCheck

Birkentäubling Russula betularum

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Birkentäubling (Russula betularum)
Bild: Luridiformis in der Wikipedia auf Englisch, CC BY 3.0 · Quelle

Der Birkentäubling ist ein zierlicher, blass rosa bis weißlicher Täubling mit weißen Lamellen und weißem, brüchigem Stiel, der streng an Birken auf feuchtem, saurem Boden gebunden ist. Er steht dem Speitäubling sehr nahe und wird teils als dessen Birken-Form geführt. Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der brennend scharfe Geschmack einer winzigen Kostprobe, die anschließend ausgespuckt wird. Wegen der Schärfe gilt er als ungenießbar; roh genossen verursachen scharfe Täublinge Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall. Wie bei allen Täublingen helfen Geschmacksprobe, weißes Sporenpulver, splitternd-brüchiges Fleisch und der Standort bei der Abgrenzung. Grundregel beim Sammeln: Nur milde, weißsporige Täublinge gelten als verzehrsicher; jeder scharf schmeckende Täubling wird verworfen.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober
Lebensraum
In Mooren, an feuchten Stellen und auf saurem Boden, fast ausschließlich als Mykorrhizapartner bei Birken; gern an feuchten Birkenrändern und in moorigen Birkenwäldern.
Hut
3 bis 5 cm breit, jung halbkugelig, später flach ausgebreitet und in der Mitte oft etwas vertieft; zart blass rosa bis weißlich, häufig fleckig ausblassend, Mitte meist heller bis weißlich; Huthaut bis etwa zur Hälfte abziehbar, Rand im Alter deutlich gerieft.
Unterseite
Lamellen weiß bis cremeweiß, ziemlich entfernt stehend, brüchig (splitternd) und am Stiel angewachsen (nicht frei); Sporenpulver weiß.
Stiel
3 bis 6 cm lang, dünn, weiß, brüchig, zylindrisch, im Alter oft hohl und schwammig werdend.
Geruch
Geruch unauffällig bis schwach fruchtig oder kokosartig. Geschmack sehr scharf brennend; eine winzige Kostprobe stets wieder ausspucken und niemals schlucken.

Verwechslungsgefahr

Giftig Speitäubling (Russula emetica)
Sehr nah verwandt, kräftig rot gefärbter Hut; scharf, roh giftig (Magen-Darm-Gift), bevorzugt feuchte Nadelwälder und Moore.

Ungenießbar Zerbrechlicher Täubling (Russula fragilis)
Ähnlich klein und scharf, oft violett-rosa bis bunt gefärbt mit fein gesägter Lamellenschneide; ungenießbar.

Giftig Buchen-Speitäubling / Kirschroter Speitäubling (Russula mairei)
Kleiner scharfer roter Täubling unter Buchen, fester Stiel; scharf und roh giftig, leicht zu verwechseln.

Ungenießbar Stachelbeertäubling (Russula queletii)
Weinrot bis purpurn, scharf, mit stachelbeerartigem Geruch; ungenießbar, bei Fichten.

Essbar Frauentäubling (Russula cyanoxantha)
Mild und essbar, jedoch deutlich größer, fest und mit speckig-biegsamen, nicht splitternden Lamellen; bunt gefärbter Hut.

Essbar Milder Wachstäubling / weiße milde Täublinge
Mehrere milde, weiß-cremefarbene Täublinge sind essbar; sicheres Unterscheidungsmerkmal ist der milde Geschmack der Kostprobe gegenüber dem brennend scharfen Birkentäubling.

Unbekannt Junge weiße Lamellenpilze allgemein (Verwechslungsrisiko)
Sehr junge, weißhütige Exemplare können oberflächlich an andere weißlamellige Pilze erinnern; auf splitternd-brüchige Lamellen, fehlenden Ring und fehlende Knolle achten.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.