🍄 PilzCheck

Sumpf-Schwefelkopf Hypholoma elongatum

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Sumpf-Schwefelkopf (Hypholoma elongatum)
Bild: Frans Ozinga, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Sumpf-Schwefelkopf ist ein kleiner, schlankstieliger Blätterpilz, der streng an nasse Moor- und Sphagnum-Standorte gebunden ist. Charakteristisch sind der honig- bis ockergelbe Hut, der auffallend lange dünne Stiel und das Wachstum direkt zwischen Torfmoos. Er gilt als ungeniessbar (zu klein und unbedeutend) und sollte schon wegen der Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf gemieden werden. Wichtigstes Merkmal zur Abgrenzung: der Sumpf-Schwefelkopf schmeckt mild und seine Lamellen werden nie grün.

Merkmale

Saison
Juli bis November, Schwerpunkt im Herbst.
Lebensraum
In Mooren, Sümpfen und feuchten Bruchwäldern, fast immer büschelig zwischen Torfmoos (Sphagnum) und an feuchten, moorigen Stellen. Bevorzugt saure, nasse Böden.
Hut
2 bis 4 cm breit, jung glockig bis kegelig, später flach gewölbt, glatt, feucht etwas schmierig, honiggelb bis ockerlich, zur Mitte oft dunkler orangebraun, am Rand heller und mitunter mit Velumresten.
Unterseite
Lamellen angewachsen, jung blass gelblich, später graubräunlich bis olivgrau, nie deutlich grün; mit braunem Sporenpulver.
Stiel
Lang und schlank, 4 bis 10 cm, dünn (1 bis 3 mm), oben blassgelb, zur Basis rostbraun, ohne festen Ring, oft mit flüchtiger Faserzone.
Geruch
Unauffällig bis leicht pilzig, nicht bitter riechend.

Verwechslungsgefahr

Giftig Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)
Giftig, bitter; wächst büschelig an Holz, mit deutlich grüngelben Lamellen und gelbem Fleisch - nicht im Sphagnum.

Ungenießbar Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium)
Kräftiger, ziegelrot gefärbter Hut, an Laubholzstümpfen, nicht moorgebunden; roh giftig.

Tödlich Gifthäublinge (Galerina-Arten, z. B. Galerina paludosa)
Tödlich giftig (Amatoxine); ebenfalls klein und im Torfmoos, jedoch mit Ring/Ringzone und rostbraunen Lamellen - lebensgefährlich, nur für Experten unterscheidbar.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.