🍄 PilzCheck

Ziegelroter Schwefelkopf Hypholoma lateritium

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium)
Bild: This image was created by user Dan Molter (shroomydan) at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here., CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Ziegelrote Schwefelkopf wächst büschelig an Laubholzstümpfen und fällt durch den ziegelroten, randwärts gelblichen Hut auf. Anders als der ähnliche Grünblättrige Schwefelkopf schmeckt er nur mild bis schwach bitter, gilt aber als ungenießbar und kann roh oder unzureichend gegart Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Wichtigster Sicherheitshinweis: Schwefelköpfe wachsen büschelig wie Stockschwämmchen und Gifthäublinge, deshalb niemals einzelne Exemplare aus einem Büschel mit essbaren Pilzen verwechseln und im Zweifel stehen lassen.

Merkmale

Saison
August bis November (Spätsommer bis in den späten Herbst, frostresistent)
Lebensraum
An und auf Stümpfen sowie Totholz von Laubbäumen (besonders Buche und Eiche), büschelig in dichten Rasen; an Wegrändern, in Laub- und Mischwäldern.
Hut
3 bis 10 cm breit, jung halbkugelig bis gewölbt, später flach ausgebreitet; ziegelrot bis braunrot, zur Mitte hin dunkler, am Rand heller gelblich; Rand oft mit weißlichen, flockigen Velumresten behangen.
Unterseite
Lamellen angewachsen, dicht stehend; jung blass gelblich bis grauweiß, im Alter olivgrau bis purpurbraun bis graubraun verfärbend (durch das Sporenpulver).
Stiel
5 bis 10 cm lang, schlank, oft gebogen, faserig; oben gelblich, zur Basis hin rostbraun bis bräunlich; ohne deutlichen Ring, höchstens mit flüchtiger Ringzone.
Geruch
Unauffällig pilzig bis leicht muffig; Geschmack mild bis schwach bitterlich (deutlich milder als der giftige Grünblättrige Schwefelkopf).

Verwechslungsgefahr

Giftig Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)
Sehr giftig; deutlich gelber gefärbt, Lamellen jung schwefelgelb bis grünlich, Geschmack stark und anhaltend bitter.

Tödlich Gifthäubling / Nadelholzhäubling (Galerina marginata)
Tödlich (amatoxinhaltig); wächst ebenfalls büschelig an Holz, jedoch braunhütig mit Ringzone und mehligem Geruch. Lebensgefahr bei Verwechslung.

Essbar Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)
Essbar, büschelig an Laubholz; unterscheidet sich durch hygrophanen, zweifarbig austrocknenden Hut, deutlichen Ring und schuppigen Stiel unterhalb des Rings.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.