Tintenfischpilz Clathrus archeri
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Der Tintenfischpilz, auch Krakenpilz genannt, ist eine der spektakulärsten Erscheinungen unserer Wälder und stammt ursprünglich aus Australien, hat sich aber längst in Mitteleuropa eingebürgert. Aus einem weißlichen Hexenei entspringen vier bis sechs leuchtend rote Arme, die sich sternförmig spreizen und tatsächlich an einen Tintenfisch erinnern. Auf der Innenseite der Arme sitzt eine olivbraune bis schwärzliche, schleimige Sporenmasse, die intensiv nach Aas riecht und so Fliegen zur Verbreitung anlockt. Wegen dieses fauligen Geruchs ist er ungenießbar. Man findet ihn von Juni bis Oktober auf humusreichem Boden, Mulch und an Wegrändern.
Merkmale
- Saison
- Juni-Oktober
- Lebensraum
- In Wäldern, Parks, Gärten und an Wegrändern auf humusreichem Boden und Mulch; eingeschleppt, heute in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet
- Hut
- Kein Hut: aus einem weißlichen Hexenei entspringen meist 4-6 anfangs verbundene, dann sternförmig spreizende, leuchtend rote Arme - an einen Tintenfisch erinnernd
- Unterseite
- Keine Lamellen; auf der Innenseite der roten Arme sitzt eine olivbraune bis schwärzliche, schleimige Sporenmasse mit Aasgeruch
- Stiel
- Kein eigentlicher Stiel; die Arme entspringen direkt der aufgerissenen Eihülle
- Geruch
- Stark unangenehm, aasartig-faulig
Verwechslungsgefahr
Roter Gitterling
bildet ein gitterförmiges rotes Netz statt freier Arme
Unbekannt
Hexenei der Phallales
im Ei-Stadium kaum zu trennen - junge Eier nicht verzehren
Weitere Ungenießbare Arten im Lexikon
Tonfalber Schüppling
Pholiota gummosa
Tropfender Schillerporling
Inonotus dryadeus
Tränender Saumpilz
Lacrymaria lacrymabunda
Trübnebliger Mürbling
Psathyrella spadiceogrisea
Verblassender Trichterling
Clitocybe metachroa
Verfärbender Schneckling
Hygrophorus discoxanthus
Vielgestaltige Holzkeule
Xylaria polymorpha
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Pilz per Foto bestimmenGut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.