🍄 PilzCheck

Süßriechender Milchling Lactarius glyciosmus

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Süßriechender Milchling (Lactarius glyciosmus)
Bild: Andreas Kunze, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Süßriechende Milchling (auch Kokos-Milchling oder Blasser Duftmilchling genannt) ist ein kleiner, graubraun bis lilagrau gefärbter Birkenbegleiter mit auffälligem süßlichem Kokosgeruch. Die Milch ist weiß, spärlich und verfärbt sich an der Luft nicht; sie schmeckt jedoch zunächst mild und wird dann deutlich scharf (acrid). Wegen dieser scharfen Milch gilt die Art als ungenießbar – sie ist roh unverträglich und kein Speisepilz. Sicherheitshinweis: Bei kleinen Milchlingen niemals allein nach dem Hut bestimmen, sondern Geruch, Birkennähe, Milchaustritt und Geschmacksprobe der Milch (nur Anlecken, ausspucken) gemeinsam prüfen. Bei jeder Unsicherheit von einem Verzehr absehen und eine Pilzberatung aufsuchen.

Merkmale

Saison
August bis Oktober (Spätsommer bis Herbst)
Lebensraum
In Symbiose mit Birken (Mykorrhiza), auf feuchten, sauren Böden in Moor- und Bruchwäldern, an Wegrändern und auf Heideflächen; gesellig und oft truppweise.
Hut
2 bis 5 cm breit, jung gewölbt, später flach mit kleinem Buckel oder zentraler Vertiefung; graubräunlich bis fleischrosa oder lilagrau, oft fein bereift, Rand jung eingerollt.
Unterseite
Lamellen jung blass cremegelb bis ockerrosa, im Alter dunkler ockerlich; eng stehend, am Stiel etwas herablaufend (leicht decurrent).
Stiel
3 bis 5 cm lang, schlank, zylindrisch, hutfarben bis heller, jung voll, später hohl; brüchig.
Geruch
Charakteristisch süßlich nach Kokosflocken bzw. getrockneter Kokosraspel; namensgebend und wichtigstes Erkennungsmerkmal. Hinweis: Der Geruch allein belegt keine Essbarkeit.

Verwechslungsgefahr

Ungenießbar Bräunlicher Milchling (Lactarius mammosus)
Ebenfalls Kokosgeruch, aber dunkler graubraun, oft größer und meist bei Nadelbäumen (auch Birke); ebenfalls kein Speisepilz.

Ungenießbar Birken-Milchling / Flatter-Milchling (Lactarius tabidus)
Ähnlich klein und rötlichbraun, ebenfalls bei Birken, jedoch OHNE Kokosgeruch; Milch mild-bitterlich bis leicht scharf und färbt ein Taschentuch langsam schwefelgelb. Geruch unterscheidet sicher.

Ungenießbar Graufleckender Milchling (Lactarius vietus)
Ebenfalls kleiner, graulilafarbener Birkenbegleiter; Milch trocknet grau/grünlichgrau ein und schmeckt scharf, KEIN Kokosgeruch.

Tödlich Junge Cortinarien / Gift-Häublinge und andere kleine Braunsporer
Kleine braune Lamellenpilze (z. B. tödliche Häublinge/Hautköpfe) können lebensgefährlich sein. Nur Milchlinge sondern bei Verletzung Milch ab – die Milchprobe ist daher zwingend, ein fehlender Milchsaft schließt einen Milchling aus.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.