🍄 PilzCheck

Hainbuchen-Raufuß Leccinum pseudoscabrum

Essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Hainbuchen-Raufuß (Leccinum pseudoscabrum)
Bild: Andreas Kunze, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Mittelgroßer Raufuß mit graubraunem, typisch höckerig-runzeligem Hut und schlankem, fein dunkel beschupptem Stiel. Wichtigstes Erkennungsmerkmal: Das Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt deutlich rötlich bis violettlich und dann graubraun bis schwarz, ebenso schwärzt der ganze Pilz beim Trocknen und Garen. Wächst stets bei Hainbuche. Guter Speisepilz, der nur gut durchgegart und in jungem, festem Zustand verzehrt werden sollte; alte, madige oder schwammige Fruchtkörper sind zu meiden. Zentrales Sicherheitsmerkmal aller Raufüße: Der Stiel trägt Schüppchen (Flöckchen), niemals ein erhabenes Netz. In der Gattung Leccinum sind keine tödlich giftigen Arten bekannt, dennoch ist bei Röhrlingen grundsätzlich eine sichere Bestimmung Pflicht; rohe Raufüße können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Merkmale

Saison
Juni bis Oktober
Lebensraum
Laubwälder, Parks und Wegränder; streng an Hainbuche (Carpinus betulus), seltener Hasel, gebunden. Auf kalkhaltigen bis neutralen Böden.
Hut
5 bis 12 cm breit, jung halbkugelig, später polsterförmig; graubraun bis oliv- oder dunkelbraun, oft hammerschlagartig höckerig-runzelig und uneben. Huthaut trocken, bei Feuchtigkeit etwas schmierig; bei alten Exemplaren oft fein eingerissen, sodass das hellere Fleisch netzartig durchscheint.
Unterseite
Röhren; jung weißlich bis grau, im Alter graubraun, auf Druck schmutzig braun bis grauschwarz fleckend. Poren fein, weißgrau bis graubraun, niemals rot oder orange.
Stiel
8 bis 12 cm lang, schlank, weißlich-grau, dicht mit feinen graubraunen bis schwärzlichen Schüppchen (Flöckchen) besetzt; nie mit einem erhabenen Netz überzogen. Fleisch im Anschnitt erst rötlich bis violettlich, dann rasch grau bis schwarz verfärbend.
Geruch
Mild, unauffällig pilzig.

Verwechslungsgefahr

Essbar Birken-Raufuß (Leccinum scabrum) und weitere Raufüße (Leccinum spp.)
Andere Birken- und Laubbaum-Raufüße bei Birke, Espe oder Pappel; Hut meist glatter, Fleischverfärbung unterschiedlich stark. Alle Leccinum-Arten sind essbar, daher keine Vergiftungsgefahr, nur Bestimmungs-Übung.

Ungenießbar Gemeiner Gallenröhrling (Tylopilus felleus)
Gefährlichste Verwechslung: deutliches erhabenes Netz am Stiel statt Schüppchen, im Alter rosa Röhren, extrem bitter. Nicht giftig, verdirbt aber durch die Bitterkeit jedes Gericht. Schon ein Exemplar macht eine ganze Mahlzeit ungenießbar.

Bedingt essbar Hexen-Röhrlinge (Suillellus luridus, Neoboletus erythropus u. a.)
Rote bis orangefarbene Poren und stark blauendes Fleisch, glatter oder genetzter/punktierter Stiel ohne Raufuß-Schüppchen. Nur gut durchgegart genießbar, roh giftig.

Essbar Maronen-Röhrling und andere Dickröhrlinge (Imleria, Boletus spp.)
Glatter, ungeschuppter Stiel und auf Druck oft blauende Poren statt schwärzendem Raufuß-Fleisch. Ebenfalls essbar, daher unkritisch, aber zur sauberen Abgrenzung genannt.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.