Gallentäubling Russula fellea
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Der Gallentäubling ist ein durchgehend blass stroh- bis honiggelb gefärbter Täubling der Buchenwälder. Sein Fleisch schmeckt brennend scharf und zugleich gallebitter, weshalb er als ungenießbar gilt; er ist nicht giftig, verdirbt aber durch den Bittergeschmack jedes Gericht. Kennzeichnend sind die einheitlich blass honiggelbe Färbung (Lamellen und Stiel etwas heller als der Hut), das cremefarbene Sporenpulver und vor allem der typische Geruch nach Geranien oder Apfelkompott. Eine kleine Geschmacksprobe an der Lamelle (kurz kauen, wieder ausspucken, nicht schlucken) bestätigt die brennende Schärfe. Grundsätzlich gilt: Scharf oder bitter schmeckende Täublinge werden nicht gegessen, nur mild schmeckende Arten sind als Speisepilze geeignet.
Merkmale
- Saison
- Juli bis Oktober (vereinzelt bis November)
- Lebensraum
- Laubwälder, eng an Rotbuche (Fagus) gebunden, seltener bei anderen Laubbäumen; auf saurem bis neutralem Boden, häufig und weit verbreitet.
- Hut
- 4 bis 8 cm breit, jung halbkugelig, später flach ausgebreitet bis niedergedrückt; einheitlich blass stroh- bis honiggelb oder blass ockerbräunlich, zur Mitte oft etwas dunkler; Rand alt fein gerieft; Huthaut glatt, bei Feuchte schmierig, etwa zur Hälfte abziehbar.
- Unterseite
- Lamellen blass cremegelb (heller als der Hut), schmal, ziemlich dicht stehend, am Stiel schmal angewachsen, brüchig; Sporenpulver blass cremefarben.
- Stiel
- 3 bis 7 cm lang, 1 bis 2 cm dick, zylindrisch, weißlich bis blass strohgelb (oft etwas heller als der Hut), fest, im Alter schwammig werdend.
- Geruch
- Charakteristisch nach Pelargonien (Geranienblätter) bzw. eingekochtem Apfelkompott, obstig-süßlich; ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
Verwechslungsgefahr
Ockertäubling (Russula ochroleuca)
Sehr ähnlicher ockergelber Hut, aber Lamellen und Stiel rein weiß und ohne Geraniengeruch; ebenfalls scharf und ungenießbar.
Buckeltäubling / Kratzender Kammtäubling (Russula amoenolens / R. pectinata-Gruppe)
Bräunlichgelbe, randgeriefte Täublinge ähnlicher Statur, scharf und unangenehm riechend; werden nicht gegessen.
Honigtäubling (Russula melliolens)
Mild im Geschmack, mehr rötlich-honigfarben und mit honigartigem Geruch; nur für Geübte sicher zu trennen, im Zweifel meiden.
Frauentäubling (Russula cyanoxantha)
Mild, biegsam-speckige Lamellen, anders (meist violett-grünlich) gefärbter Hut; die Geschmacksprobe trennt sicher (mild statt scharf).
Goldtäubling / Apfeltäubling (Russula risigallina / paludosa-Gruppe)
Mild schmeckende, gelbliche Täublinge mit kräftiger gelbem Sporenpulver; Geschmacks- und Sporenpulverprobe trennen sicher vom scharfen Gallentäubling.
Weitere Ungenießbare Arten im Lexikon
Geflecktblättriger Flämmling
Gymnopilus penetrans
Gefleckter Rübling
Rhodocollybia maculata
Gelbblättriger Ritterling
Tricholoma fulvum
Gelbbrauner Ritterling
Tricholoma fulvellum
Gelber Knollenblätterpilz
Amanita citrina
Gelbschneidiger Helmling
Mycena flavoalba
Gemeiner Erdstern
Geastrum rufescens
Gemeiner Feuerschwamm
Phellinus igniarius
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Pilz per Foto bestimmenGut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.