🍄 PilzCheck

Erlenschüppling Pholiota alnicola

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Erlenschüppling (Pholiota alnicola)
Bild: JJ Harrison (https://www.jjharrison.com.au/), CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Erlenschüppling wächst büschelig an totem Laubholz, bevorzugt an Erlen, und fällt durch den lebhaft gelben, schmierigen Hut und den auffälligen, fruchtig-süßlichen Geruch auf. Das Sporenpulver ist rostbraun und färbt die anfangs gelben Lamellen mit der Reife zimtbraun. Wichtiger Hinweis: Die Art schmeckt bitter und gilt als ungenießbar. Zudem besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Gifthäubling, weshalb büschelige gelbbraune Holzpilze grundsätzlich nicht für die Küche gesammelt werden sollten.

Merkmale

Saison
August bis November
Lebensraum
Büschelig an Stümpfen und Stämmen von Laubholz, vor allem Erle, Birke und Weide, gern an feuchten, sumpfigen Standorten.
Hut
3 bis 8 cm breit, jung halbkugelig, später flach gewölbt, lebhaft gelb bis schwefelgelb mit oft olivlichem oder rötlichbraunem Zentrum, Oberfläche schmierig bis schleimig, mit feinen, vergänglichen Schüppchen am Rand.
Unterseite
Lamellen, jung blass gelb, später rostbraun bis zimtbraun durch das Sporenpulver, am Stiel angewachsen bis schwach herablaufend.
Stiel
5 bis 10 cm lang, schlank, gelblich, zur Basis hin rostbraun verfärbend, mit vergänglicher faseriger Ringzone, oft mehrere Stiele am Grund verwachsen.
Geruch
Charakteristisch, oft als süßlich, aromatisch bis schwach nach Zitrone oder fruchtig beschrieben.

Verwechslungsgefahr

Tödlich Gifthäubling (Galerina marginata)
Tödlich giftig durch Amatoxine; wächst ebenfalls büschelig an Holz, kleiner, mehr braun und ohne den fruchtigen Geruch. Im Zweifel niemals sammeln.

Essbar Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)
Essbar, aber selbst leicht mit dem Gifthäubling verwechselbar; Hut hygrophan zweifarbig, Stiel unterhalb des Rings deutlich schuppig.

Ungenießbar Geflecktblättriger Flämmling (Gymnopilus penetrans)
Ähnlich gelborange und bitter, jedoch trockener Hut und Wuchs eher einzeln bis kleinbüschelig auf Nadelholz.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.