Eichenmilchling Lactarius quietus
♡ Merken💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.
Der Eichenmilchling ist ein mittelgrosser, zimt- bis rotbrauner Milchling mit wolkig-zonierter Hutoberflaeche, der streng an Eichen gebunden ist. Die weisse Milch ist mild bis schwach bitter und veraendert ihre Farbe nicht (sie bleibt wasserklar). Sicherstes Erkennungsmerkmal ist der typische, unangenehme Wanzen- bzw. oelige Geruch in Kombination mit dem Eichenstandort. Der Pilz gilt als ungeniessbar (kein Speisepilz, Geruch und Geschmack unangenehm) und sollte stehen gelassen werden. Er ist zwar nicht giftig, doch besteht Verwechslungsgefahr mit anderen braunen Milchlingen, von denen einige roh giftig oder magenreizend sind, weshalb braune Milchlinge generell nicht als Speisepilze gesammelt werden sollten.
Merkmale
- Saison
- Juli bis November, Hauptzeit September und Oktober.
- Lebensraum
- Ausschliesslich bei Eichen (Mykorrhizapartner), in Laub- und Mischwaeldern, an Waldraendern und auf Parkrasen mit Eichenbestand. Auf sauren bis neutralen Boeden, oft truppweise.
- Hut
- 4 bis 9 cm breit, jung gewoelbt mit eingerolltem Rand, spaeter flach niedergedrueckt bis schwach trichterig, haeufig mit kleinem Buckel. Mattgelbbraun bis zimt- oder rotbraun, oft mit dunkleren, konzentrischen, wolkigen Zonen; Oberflaeche trocken und matt.
- Unterseite
- Lamellen blass roetlich- bis ockerbraeunlich, ziemlich dicht stehend, am Stiel kurz herablaufend, bei Verletzung mit weisslicher, wasserklar bleibender Milch.
- Stiel
- 5 bis 8 cm lang, 1 bis 1,5 cm dick, zylindrisch, oft etwas verbogen, gleichfarbig wie der Hut oder etwas blasser, zur Basis hin oft dunkler, alt innen hohl.
- Geruch
- Charakteristisch, unangenehm nach Wanzen bzw. oelig-muffig (an Oel, Pelargonien oder altes Eichenholz erinnernd); wichtiges Bestimmungsmerkmal.
Verwechslungsgefahr
Giftig
Bruchreizker / Maggipilz (Lactarius helvus)
Wichtigster Doppelgaenger: aehnlich braun gezont, aber an feuchten, moorigen Standorten bei Birke/Fichte. Starker Maggi-/Liebstoeckel-Geruch (frisch oft schwaecher), wasserklare Milch. Roh giftig (Magen-Darm-Stoerungen); auf keinen Fall verzehren.
Suesslicher Milchling (Lactarius subdulcis)
Aehnlich braun, aber kleiner und an Buchen, mit suesslich-fruchtigem statt Wanzengeruch; Milch mild, spaeter leicht bitter.
Rotbrauner Milchling (Lactarius rufus)
Roetlich-zimtbraun mit spitzem Buckel, Milch nach kurzer Zeit brennend scharf; bei Nadelbaeumen (Kiefer/Fichte). Roh giftig, magenreizend.
Braeunlicher Milchling (Lactarius subumbonatus)
Dunkel rotbraun, gerunzelt-runzeliger Hut mit Buckel, an Laubbaeumen; Milch waessrig. Ohne den typischen Eichen-/Wanzengeruch.
Wolliger Milchling (Lactarius vellereus)
Deutlich groesser, weiss bis cremefarben mit filzig-trockenem Hut, Milch sehr scharf; durch Farbe und Groesse gut zu unterscheiden, aber gelegentlich verwechselt.
Weitere Ungenießbare Arten im Lexikon
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Pilz per Foto bestimmenGut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.