Spindeliger Rübling Gymnopus fusipes
♡ Merken💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.
Der Spindelige Rübling wächst in dichten Büscheln am Grund alter Eichen und fällt durch seinen spindelförmigen, gedrehten und tief wurzelnden Stiel auf. Fleisch und Stiel sind ausgesprochen zäh und ledrig, weshalb der Pilz als ungenießbar gilt, auch wenn er nicht giftig ist. Entscheidendes Erkennungsmerkmal ist die Kombination aus büscheligem Wuchs an Eiche, rotbraunem zähem Hut und dem charakteristisch verdickt-spindeligen Stiel mit eingebohrter Wurzel.
Merkmale
- Saison
- Juni bis Oktober (Hochsommer bis Herbst).
- Lebensraum
- In Laubwäldern, fast ausschließlich büschelig am Stammgrund und über den Wurzeln von Eichen, seltener Buchen; auf saurem bis neutralem Boden.
- Hut
- 3 bis 8 cm breit, jung halbkugelig, später flach gewölbt bis verflacht, oft unregelmäßig verbogen; rotbraun bis kastanienbraun, ledrig-zäh, alt fleckig und längsrunzelig.
- Unterseite
- Lamellen relativ entfernt stehend, am Stiel frei bis fast frei angewachsen; jung blass cremeweiß, im Alter rostbraun fleckend.
- Stiel
- Charakteristisch spindelig: in der Mitte oft verdickt, zur wurzelnden Basis hin verjüngt und tief eingebohrt; längsfurchig-gedreht, zäh-faserig, rotbraun, mehrere Stiele aus gemeinsamer Basis büschelig verwachsen.
- Geruch
- Unauffällig bis schwach pilzig, mild.
Verwechslungsgefahr
Hallimasch (Armillaria mellea)
Wächst ebenfalls büschelig an Eichen, hat aber einen Ring am Stiel und feine Schüppchen auf dem Hut; roh giftig, nur gut durchgegart genießbar.
Brennender Rübling (Gymnopus peronatus)
Ähnlich zäh und braun, aber Stiel nicht spindelig-wurzelnd, Fleisch scharf-brennend im Geschmack.
Waldfreund-Rübling (Gymnopus dryophilus)
Kleiner, mit gleichmäßig dünnem, nicht verdicktem Stiel und gedrängten Lamellen; gilt als minderwertig.
Weitere Ungenießbare Arten im Lexikon
Spitzschuppiger Stachelschirmling
Amanita echinocephala
Stachelbeertäubling
Russula queletii
Steife Koralle
Ramaria stricta
Steifstieliger Mürbling
Psathyrella corrugis
Stink-Täubling
Russula foetens
Stinkender Ritterling
Tricholoma inamoenum
Stinkmorchel
Phallus impudicus
Stoppeliger Drüsling
Exidia glandulosa
Unsicher bei deinem Fund?
Pilz per Foto bestimmenGut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.