🍄 PilzCheck

Schmarotzer-Röhrling Pseudoboletus parasiticus

Bedingt essbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Schmarotzer-Röhrling (Pseudoboletus parasiticus)
Bild: This image was created by user {{{2}}} at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here., CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Schmarotzer-Röhrling ist durch seine Lebensweise praktisch unverwechselbar: Er wächst stets parasitisch auf dem Dickschaligen Kartoffelbovist und kommt niemals einzeln aus dem Boden. Das gemeinsame Auftreten mit dem Wirtspilz ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Er ist mild und grundsätzlich essbar, gilt aber als minderwertig (geschmacklich unbedeutend). Wegen seiner Seltenheit und naturschutzfachlichen Bedeutung sollte er nicht gesammelt, sondern stehen gelassen werden. Zudem ist er eng an den giftigen Wirtspilz gebunden, dessen Geschmack und mögliche Schadstoffe er aufnehmen kann.

Merkmale

Saison
August bis Oktober
Lebensraum
Wächst ausschließlich als Schmarotzer auf dem Dickschaligen Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum), meist ein bis mehrere Fruchtkörper auf einem Wirt; in sauren, moosigen Laub- und Nadelwäldern, gern auf saurem, sandigem Boden. Wärmeliebend, insgesamt selten und mancherorts geschützt.
Hut
3 bis 8 cm breit, jung halbkugelig, später polster- bis flach gewölbt, oliv- bis lederbraun oder gelbbraun, trocken und fein filzig, im Alter oft fein rissig.
Unterseite
Röhren und Poren jung gelb, später oliv- bis rost- oder olivbraun, oft etwas am Stiel herablaufend; auf Druck kaum bis gar nicht blauend (nur sehr schwache Verfärbung).
Stiel
4 bis 8 cm lang, schlank, oft gebogen, gelblich bis ockerbraun, häufig mit feiner rostbrauner Faserung, ohne Ring.
Geruch
Unauffällig pilzig, mild.

Verwechslungsgefahr

Giftig Dickschaliger Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum) – der Wirtspilz
Wächst direkt unter dem Röhrling; derbe, gelbliche, warzige Knolle mit dicker Haut und früh schwarzvioletter Schnittfläche, fester unangenehmer Geruch. Verursacht Magen-Darm-Beschwerden – nie verzehren.

Essbar Echte Boviste / Stäublinge (z. B. Flaschen-Stäubling, Lycoperdon perlatum)
Junge Kartoffelboviste können mit jungen essbaren Stäublingen verwechselt werden: Stäublinge haben dünne Haut und jung rein weißes Inneres, der giftige Kartoffelbovist dicke Haut und früh dunkles Fleisch. Wichtig zur Sicherung des Wirtspilzes.

Essbar Maronen-Röhrling (Imleria badia)
Ähnlich braun, aber bodenständig und nicht auf Bovist wachsend; Poren blauen auf Druck deutlich.

Essbar Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)
Ähnliche Farben und filziger Hut, wächst aber im Boden ohne Wirtspilz; meist kräftiger und größer.

Essbar Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Ähnlicher filziger, rissiger Hut, aber bodenständig, mit rötlicher Stielbasis und im Rissnetz oft rötlichem Fleisch; nicht auf Bovist.

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Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.