🍄 PilzCheck

Pfeffer-Röhrling Chalciporus piperatus

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Pfeffer-Röhrling (Chalciporus piperatus)
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Der Pfeffer-Röhrling ist ein kleiner, schlanker Röhrling mit zimt- bis rostbraunem Hut, auffällig grob-eckigen, rostbraun bis kupferrot gefärbten Poren und einem leuchtend chromgelben Stielfleisch in der Basis. Sicherstes Erkennungsmerkmal ist der sofort intensiv pfeffrig-scharfe Geschmack einer kleinen Kostprobe (wieder ausspucken). Wegen der starken Schärfe gilt er als ungenießbar; er wird zwar mancherorts in kleinster Menge als Würzpilz verwendet, eignet sich aber nicht als Speisepilz. Hinzu kommt, dass Pfeffer-Röhrlinge Arsen anreichern können, weshalb vom Verzehr abgeraten wird. Er wächst häufig in der Nähe des Fliegenpilzes, mit dem er ökologisch verbunden ist.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober (Hauptzeit August bis Oktober)
Lebensraum
Nadel- und Mischwälder, bevorzugt bei Birken und Fichten auf saurem, eher magerem Boden. Tritt häufig in der Nähe des Fliegenpilzes (Amanita muscaria) auf, mit dem er ökologisch verbunden ist; gilt als Mykoparasit bzw. Begleiter des Fliegenpilzes. Verbreitet von der Ebene bis ins Gebirge, oft auf Rohhumus.
Hut
3 bis 7 cm breit, jung halbkugelig, später polsterförmig bis flach gewölbt; zimt-, fuchs- bis rostbraun, mitunter mit kupfrigem Ton, trocken bis bei Feuchtigkeit leicht schmierig, matt bis fein samtig.
Unterseite
Röhren rost- bis zimtbraun, am Stiel kurz herablaufend; Poren auffällig grob, eckig-weitlöchrig, rostbraun bis kupfer- oder zimtrot gefärbt - nicht leuchtend blutrot. Auf Druck höchstens schwach bräunend, nicht oder kaum blauend.
Stiel
Schlank, 4 bis 7 cm lang, oft zur Basis verjüngt, hutfarben bis gelbbräunlich; Stielbasis und Basismyzel sowie das Stielfleisch leuchtend chromgelb - ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Ohne Netzzeichnung und ohne Ring.
Geruch
Geruch unauffällig pilzig. Geschmack einer winzigen Kostprobe (anschließend ausspucken, nicht schlucken) sofort intensiv scharf-pfeffrig brennend.

Verwechslungsgefahr

Essbar Maronen-Röhrling (Imleria badia)
Größer, kräftiger; Poren cremegelb bis gelboliv und auf Druck deutlich blauend, Fleisch mild. Keine chromgelbe Stielbasis, keine pfeffrige Schärfe.

Essbar Ziegenlippe (Xerocomellus subtomentosus / Xerocomus subtomentosus)
Hut samtig olivbraun, Poren goldgelb (auf Druck oft leicht blauend), Geschmack mild. Ohne rostrote Poren und ohne Schärfe.

Essbar Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Poren gelb (leicht blauend), Stielrinde mit rötlichen Tönen, Fleisch mild. Unterscheidet sich durch gelbe Poren und fehlende pfeffrige Schärfe.

Giftig Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus / Boletus luridus) und andere rotporige Röhrlinge
Wichtige Sicherheits-Abgrenzung: Hexen-Röhrlinge haben leuchtend orange- bis blutrote Poren, ein deutlich blauendes Fleisch, einen kräftigen, oft genetzten oder rot gepunkteten Stiel und sind viel massiger. Roh giftig. Der Pfeffer-Röhrling bleibt klein, blaut nicht und hat eine chromgelbe Stielbasis sowie scharfen Geschmack.

Unbekannt Zinnoberrote / andere Zwergröhrlinge (Chalciporus rubinus u. a.)
Nahe verwandte, ebenfalls kleine Arten mit roten Porentönen; meist ohne kulinarischen Wert und schwer abzugrenzen. Bei untypischen Funden auf eine Bestimmung verzichten.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.