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Erdblättriger Risspilz Inocybe geophylla

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Erdblättriger Risspilz (Inocybe geophylla)
Bild: Luridiformis at en.wikipedia, CC BY 3.0 · Quelle

Ein kleiner, ganz weißer Risspilz mit hohem Muscaringehalt, der von Juli bis Oktober in Laub- und Nadelwäldern, an Wegrändern und auf Lichtungen als Mykorrhizapilz wächst. Der nur 1 bis 3 cm breite Hut ist jung kegelig bis glockig, später ausgebreitet mit deutlichem Buckel, seidig-faserig glänzend und weiß bis cremeweiß. Die Lamellen sind jung weißlich und werden tonbraun bis graubraun, der dünne weiße Stiel ist längsfaserig und an der Basis leicht knollig. Der Geruch ist spermatisch bis erdig-muffig und unangenehm. Eine Vergiftung führt schon nach 15 Minuten bis 2 Stunden zum muscarinischen Syndrom mit starkem Schwitzen, Speichel- und Tränenfluss, Bauchkrämpfen, Durchfall und Pupillenverengung. Wie fast alle Risspilze ist er für Sammler tabu. Der essbare Maipilz riecht dagegen mehlartig und hat weiße, bleibende Lamellen.

Merkmale

Saison
Juli-Oktober
Lebensraum
Laub- und Nadelwälder, an Wegrändern und auf Lichtungen, auf nährstoffreichen Böden, Mykorrhizapilz
Hut
1-3 cm, jung kegelig bis glockig, später ausgebreitet mit deutlichem Buckel, seidig-faserig glänzend, weiß bis cremeweiß
Unterseite
Lamellen jung weißlich, später tonbraun bis graubraun, ausgebuchtet angewachsen, mit hellerer Schneide
Stiel
3-6 cm, dünn, weiß bis cremefarben, längsfaserig, an der Basis leicht knollig verdickt
Geruch
spermatisch bis erdig-muffig, unangenehm

Verwechslungsgefahr

Giftig Lila Risspilz
lilafarbene Variante derselben Art, ebenso muscarinhaltig

Giftig junge weiße Trichterlinge
ebenfalls giftig; Risspilze durch seidig-faserigen Hut und tonbraunes Sporenpulver abgrenzen

Essbar Maipilz
riecht mehlartig-gurkig, weiße bleibende Lamellen, kein faseriger Hut

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.