🍄 PilzCheck

Blaufleckender Purpur-Röhrling Imperator rhodopurpureus

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Blaufleckender Purpur-Röhrling (Imperator rhodopurpureus)
Bild: This image was created by user (Gerhard Koller) at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here., CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Blaufleckende Purpur-Röhrling ist ein seltener, wärmeliebender Dickröhrling mit jung grauem, später rot bis dunkel purpurn überlaufenem Hut, orange- bis blutroten Poren und rot genetztem Stiel; das gelbe Fleisch verfärbt sich im Anschnitt sofort tiefblau. Roh ist die Art giftig und verursacht Magen-Darm-Beschwerden; sie ist zudem geschützt und gefährdet und darf nicht gesammelt werden. Entscheidend ist die Kombination aus roten Poren, kräftigem rotem Stielnetz und starker, sofortiger Blauverfärbung. Da rotporige, stark blauende Röhrlinge leicht mit giftigen Arten verwechselt werden, gilt: im Zweifel stehen lassen.

Merkmale

Saison
Juni bis Oktober, Schwerpunkt Sommer bis Frühherbst.
Lebensraum
Wärmeliebend in Laubwäldern auf kalkhaltigem (basischem) Boden, vor allem bei Eiche und Buche. Selten, in Deutschland geschützt und auf der Roten Liste; in mehreren Ländern stark gefährdet.
Hut
6 bis 15 cm breit, halbkugelig bis polsterförmig, Oberfläche matt und feinfilzig-samtig, trocken. Jung grau bis graubraun, später rasch rot bis dunkel purpurrot überlaufen. Auf Druck sofort blauschwarz fleckend.
Unterseite
Feine Röhren, jung gelb, die Porenfläche bald vom Stiel her orange bis blutrot. Bei Berührung sofort tiefblau bis schwarzblau anlaufend.
Stiel
Kurz, dick, bauchig bis keulig, gelblich mit kräftigem rotem bis purpurrotem Netz, zur Basis dunkler purpurn. Fleisch im Anschnitt sofort intensiv tiefblau, in der Stielbasis oft weinrötlich.
Geruch
Im Anschnitt unangenehm, im Alter oft etwas aasartig bis säuerlich; nicht pilzig-angenehm.

Verwechslungsgefahr

Giftig Blasshütiger (Rosahütiger) Purpur-Röhrling (Rubroboletus rhodoxanthus)
Sehr ähnlich, aber Hut bleibt blass cremegrau bis rosa, Fleisch im Stiel blaut kaum (nur im Hut), kräftiges blutrotes Stielnetz. Roh giftig. Häufigste Verwechslung, da fast identischer deutscher Name.

Giftig LeGals Purpur-Röhrling (Rubroboletus legaliae)
Blass rosa-fleischfarbener Hut, rote Poren, blauend, im Alter unangenehmer Geruch; giftig, Magen-Darm-Wirkung.

Giftig Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas)
Kreidig weißer Hut, rote Poren, schwächer blauend, widerlicher Aasgeruch im Alter; roh stark giftig (Magen-Darm).

Bedingt essbar Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus luridus)
Rote Poren, rotes Stielnetz, stark blauend; nur gut durchgegart genießbar, roh giftig. Hut bräunlicher, nicht purpurn.

Bedingt essbar Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus / luridiformis)
Rote Poren, stark blauend, aber rote Flöckchen statt Netz am Stiel; nur gut durchgegart essbar, roh giftig.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.