Blaufleckender Purpur-Röhrling Imperator rhodopurpureus
Giftig ♡ Merken💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.
Der Blaufleckende Purpur-Röhrling ist ein seltener, wärmeliebender Dickröhrling mit jung grauem, später rot bis dunkel purpurn überlaufenem Hut, orange- bis blutroten Poren und rot genetztem Stiel; das gelbe Fleisch verfärbt sich im Anschnitt sofort tiefblau. Roh ist die Art giftig und verursacht Magen-Darm-Beschwerden; sie ist zudem geschützt und gefährdet und darf nicht gesammelt werden. Entscheidend ist die Kombination aus roten Poren, kräftigem rotem Stielnetz und starker, sofortiger Blauverfärbung. Da rotporige, stark blauende Röhrlinge leicht mit giftigen Arten verwechselt werden, gilt: im Zweifel stehen lassen.
Merkmale
- Saison
- Juni bis Oktober, Schwerpunkt Sommer bis Frühherbst.
- Lebensraum
- Wärmeliebend in Laubwäldern auf kalkhaltigem (basischem) Boden, vor allem bei Eiche und Buche. Selten, in Deutschland geschützt und auf der Roten Liste; in mehreren Ländern stark gefährdet.
- Hut
- 6 bis 15 cm breit, halbkugelig bis polsterförmig, Oberfläche matt und feinfilzig-samtig, trocken. Jung grau bis graubraun, später rasch rot bis dunkel purpurrot überlaufen. Auf Druck sofort blauschwarz fleckend.
- Unterseite
- Feine Röhren, jung gelb, die Porenfläche bald vom Stiel her orange bis blutrot. Bei Berührung sofort tiefblau bis schwarzblau anlaufend.
- Stiel
- Kurz, dick, bauchig bis keulig, gelblich mit kräftigem rotem bis purpurrotem Netz, zur Basis dunkler purpurn. Fleisch im Anschnitt sofort intensiv tiefblau, in der Stielbasis oft weinrötlich.
- Geruch
- Im Anschnitt unangenehm, im Alter oft etwas aasartig bis säuerlich; nicht pilzig-angenehm.
Verwechslungsgefahr
Giftig
Blasshütiger (Rosahütiger) Purpur-Röhrling (Rubroboletus rhodoxanthus)
Sehr ähnlich, aber Hut bleibt blass cremegrau bis rosa, Fleisch im Stiel blaut kaum (nur im Hut), kräftiges blutrotes Stielnetz. Roh giftig. Häufigste Verwechslung, da fast identischer deutscher Name.
Giftig
LeGals Purpur-Röhrling (Rubroboletus legaliae)
Blass rosa-fleischfarbener Hut, rote Poren, blauend, im Alter unangenehmer Geruch; giftig, Magen-Darm-Wirkung.
Giftig
Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas)
Kreidig weißer Hut, rote Poren, schwächer blauend, widerlicher Aasgeruch im Alter; roh stark giftig (Magen-Darm).
Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus luridus)
Rote Poren, rotes Stielnetz, stark blauend; nur gut durchgegart genießbar, roh giftig. Hut bräunlicher, nicht purpurn.
Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus / luridiformis)
Rote Poren, stark blauend, aber rote Flöckchen statt Netz am Stiel; nur gut durchgegart essbar, roh giftig.
Weitere Giftige Arten im Lexikon
Giftig
Bleiweißer Firnistrichterling
Clitocybe phyllophila
Giftig
Blutroter Hautkopf
Cortinarius sanguineus
Giftig
Brennender Ritterling
Tricholoma ustale
Giftig
Bruchreizker (Maggipilz)
Lactarius helvus
Giftig
Dunkelrandiger Düngerling
Panaeolus fimicola
Giftig
Dunkler Düngerling (Heudüngerling)
Panaeolina foenisecii
Giftig
Erdblättriger Risspilz
Inocybe geophylla
Giftig
Faltentintling
Coprinopsis atramentaria
Unsicher bei deinem Fund?
Pilz per Foto bestimmenGut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.