🍄 PilzCheck

Brennender Ritterling Tricholoma ustale

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Brennender Ritterling (Tricholoma ustale)
Bild: James Lindsey, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Brennende Ritterling ist ein kastanien- bis rotbrauner Pilz mit bei Feuchtigkeit schmierigem Hut und weißlichen Lamellen, die sich im Alter rostbraun fleckig verfärben. Er ist giftig (enthält Ustalsäure) und verursacht beim Verzehr heftige Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall. Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist die Kombination aus klebrigem rotbraunem Hut, mehlig-ranzigem Geruch und den fleckenden hellen Lamellen. Roh wie gekocht ungenießbar und schädlich. Besondere Vorsicht ist geboten, da mehrere braune, schmierighütige Ritterlinge sehr ähnlich aussehen und nur mit Erfahrung sicher zu unterscheiden sind. Eine Pilzbestimmung per Foto ersetzt keine fachkundige Kontrolle vor dem Verzehr.

Merkmale

Saison
September bis November (Herbst)
Lebensraum
In Laubwäldern, vor allem bei Rotbuchen, seltener bei Eichen; bevorzugt auf kalkhaltigen, lehmigen Böden. Bildet Mykorrhiza und wächst gesellig bis büschelig.
Hut
5 bis 10 cm breit, jung gewölbt, später flach ausgebreitet mit niedrigem Buckel; kastanienbraun bis rotbraun, oft dunkler in der Mitte. Bei Feuchtigkeit schmierig-klebrig und glänzend, im Trockenen seidig und eingewachsen faserig.
Unterseite
Lamellen weißlich bis cremefarben, im Alter mit rostbraunen bis rotbraunen Flecken; ausgebuchtet am Stiel angewachsen, mittelweit stehend.
Stiel
5 bis 8 cm lang, 1 bis 2 cm dick, zylindrisch, oben weißlich, zur Basis hin braun überfasert; faserig-fest, ohne Ring.
Geruch
Schwach mehlartig bis leicht ranzig, unauffällig; Geschmack zunächst mild, dann bitter und unangenehm.

Verwechslungsgefahr

Ungenießbar Weißbrauner / Brandiger Ritterling (Tricholoma albobrunneum, syn. T. striatum)
Der wichtigste Doppelgänger: ebenfalls rotbrauner, schmieriger Hut, jedoch typisch radialfaserig gestreift und bei Nadelbäumen (Kiefer). Bitter, ungenießbar bis schwach magen-darm-giftig.

Ungenießbar Beringter / Halsband-Ritterling (Tricholoma batschii, syn. T. fracticum)
Rotbrauner viskoser Hut, am Stiel eine ringartige Ringzone; bitter. Wächst bei Kiefer, ungenießbar.

Ungenießbar Gelbbrauner / Erdigriechender Ritterling (Tricholoma fulvum)
Rotbrauner schmieriger Hut mit gilbenden, im Alter braunfleckenden Lamellen, gelbliches Fleisch im Stiel; bei Birke. Bitter, ungenießbar.

Giftig Tigerritterling (Tricholoma pardinum)
Stark giftig (schwere Magen-Darm-Vergiftungen), aber grau und deutlich grau geschuppt, Hut trocken statt rotbraun-klebrig. Kaum mit dem Brennenden Ritterling zu verwechseln, wegen der Giftigkeit dennoch zu nennen.

Bedingt essbar Erdritterling (Tricholoma terreum)
Grauhütig und trockenfilzig, nicht rotbraun und schmierig. Traditionell gegessen, heute innerhalb der Gattung als nur bedingt essbar eingestuft; nur von Kennern sicher zu trennen.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.