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Blasshütiger Purpurröhrling Rubroboletus rhodoxanthus

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Blasshütiger Purpurröhrling (Rubroboletus rhodoxanthus)
Bild: Brozkeff, CC BY 4.0 · Quelle

Der Blasshütige Purpurröhrling ist ein seltener, wärmeliebender Dickröhrling aus der Verwandtschaft des Satansröhrlings mit blassem, jung weißlich-grauem und im Alter rosa bis purpurn überlaufenem Hut, blutroten Poren und rot genetztem Stiel. Anders als viele rotporige Röhrlinge blaut sein Fleisch beim Anschnitt vor allem im Hut, während das Stielfleisch weitgehend gelb bleibt und höchstens in der Basis weinrötlich anläuft. Die Art ist roh stark Magen-Darm-giftig und wird auch durchgegart nicht empfohlen; zudem ist sie geschützt und sollte nicht gesammelt werden. Entscheidend ist die Kombination aus blassem Hut, roten Poren und der charakteristischen Blauverteilung im Fleisch. Im Zweifel stehen lassen.

Merkmale

Saison
Juni bis Oktober, Schwerpunkt Sommer bis Frühherbst.
Lebensraum
Wärmeliebend in Laubwäldern auf kalkhaltigem Boden, vor allem bei Eiche und Buche. Selten, in Deutschland geschützt und auf der Roten Liste.
Hut
8 bis 16 cm breit (selten größer), halbkugelig bis polsterförmig, jung blass weißlich bis grauweißlich oder hellolivgrau, im Alter rosa bis hellpurpurrosa überlaufen. Oberfläche matt, fein samtig-filzig, trocken, auf Druck rasch blauend.
Unterseite
Feine Röhren, jung gelb bis rotorange, dann zunehmend blutrot bis rotbräunlich gefärbte Poren. Bei Berührung rasch blauend.
Stiel
Bauchig bis keulig, gelb mit rotem bis purpurrotem, feinem Netz, zur Basis hin dunkler purpurn. Im Anschnitt verfärbt sich das Fleisch vor allem im Hutbereich blau, während das Stielfleisch überwiegend hellgelb bleibt und kaum bis gar nicht blaut; in der Stielbasis oft weinrötlich.
Geruch
Jung unauffällig, im Alter unangenehm säuerlich bis aasartig (ähnlich dem verwandten Satansröhrling).

Verwechslungsgefahr

Giftig Le-Gal-Purpurröhrling / Falscher Satansröhrling (Rubroboletus legaliae)
Sehr ähnlicher, ebenfalls giftiger Verwandter; blasser bis fleischrosa Hut, der im Alter bräunlich wird, rote Poren, blauend. Magen-Darm-Gift, wichtigster Doppelgänger.

Giftig Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas)
Kreidig weißer Hut, rote Poren, blauend, widerlicher Aasgeruch im Alter; roh stark giftig (Magen-Darm).

Giftig Weinroter Purpurröhrling (Rubroboletus rubrosanguineus)
Rosa- bis weinrot überlaufener Hut, rote Poren, stark blauend; ebenfalls giftig, bei Nadelbäumen auf Kalk.

Bedingt essbar Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus luridus)
Rote Poren, rotes Stielnetz, stark blauend; nur durchgegart genießbar, roh giftig. Hut bräunlicher, nicht blass-purpurn.

Bedingt essbar Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)
Rote Poren, blauend, aber rote Flöckchen statt Netz am Stiel; nur gut durchgegart essbar.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.