🍄 PilzCheck

Spitzkegeliger Kahlkopf Psilocybe semilanceata

Giftig Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Spitzkegeliger Kahlkopf (Psilocybe semilanceata)
Bild: Alan Rockefeller, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Der Spitzkegelige Kahlkopf ist ein kleiner, zäher Grasbewohner mit unverwechselbar spitz-glockigem, gebuckeltem Hut und dünnem, wellig verbogenem Stiel. Er enthält die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin und ist ein psychoaktiver, giftiger Pilz; charakteristisches Erkennungsmerkmal ist das Blauen von Stielbasis und verletzten Stellen. Verzehr ist verboten (Betäubungsmittelrecht) und kann zu schweren Vergiftungen, Angstzuständen und Kreislaufstörungen führen. Gefährlich ist vor allem die Verwechslung mit tödlich giftigen kleinen Häublingen, die im selben Habitat wachsen.

Merkmale

Saison
August bis November, Hauptzeit im feuchten Herbst (September/Oktober).
Lebensraum
Magere, ungedüngte Wiesen, Weiden, Rasen und Böschungen; bevorzugt saure, stickstoffarme Böden. Nicht direkt auf Dung, sondern im Gras zwischen Grasbüscheln. Verbreitet in ganz Mitteleuropa.
Hut
0,5 bis 2,5 cm breit, charakteristisch spitzkegelig bis glockig mit deutlichem Buckel (Papille) an der Spitze. Feucht ockerbraun bis oliv und schmierig-klebrig, mit durchscheinend gerieftem Rand; trocken heller strohgelb. Bläut auf Druck und im Alter.
Unterseite
Lamellen, mäßig gedrängt, am Stiel angewachsen; jung graubeige bis olivbraun, im Alter durch das dunkle Sporenpulver schokoladen- bis purpurbraun mit oft weißlich bereifter Schneide.
Stiel
3 bis 10 cm lang, sehr dünn (1 bis 3 mm), zäh-biegsam, wellig verbogen, hell strohgelb bis bräunlich; an der Basis häufig blaugrünlich verfärbend (Bläuen). Kein Ring.
Geruch
Schwach, leicht erdig bis mehlartig; ohne markanten Speisepilzgeruch.

Verwechslungsgefahr

Tödlich Gift-Häubling (Galerina marginata)
Tödlich giftig durch Amatoxine; ähnlich klein und braun, wächst aber an Holz/morschen Stümpfen, hat häutigen Ring und bläut nicht. Lebensgefahr.

Giftig Kegeliger Risspilz (Inocybe spp.)
Muscarinhaltig, giftig; ähnlich kegeliger Hut, jedoch faserig-radialrissig, kein Bläuen, blasseres bis tonbraunes Sporenpulver.

Giftig Dunkelrandiger Düngerling (Panaeolus spp.)
Schwärzlich gefleckte Lamellen, oft auf Dung; kein ausgeprägt spitzer Buckel, bläut meist nicht. Verwechslung im Grasland möglich.

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Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.