🍄 PilzCheck

Gerippter Tintling Parasola plicatilis

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Gerippter Tintling (Parasola plicatilis)
Bild: Morgan C, CC BY 4.0 · Quelle

Der Gerippte Tintling ist ein winziger, kurzlebiger Pilz, der sich oft schon am selben Tag des Erscheinens wieder auflöst. Charakteristisch sind der tief gefurchte, faltenschirmartige Hut und der hauchdünne, zerbrechliche Stiel. Anders als die echten Tintlinge zerfließt er kaum, sondern kollabiert und vertrocknet. Wegen seiner geringen Größe und Substanzlosigkeit ist er ohne Speisewert und gilt als ungenießbar; eine Verwechslung mit Düngerlingen erfordert mikroskopische Prüfung.

Merkmale

Saison
Mai bis Oktober
Lebensraum
Auf kurzem Rasen, an Wegrändern, in Parks und auf Wiesen; gern auf nährstoffreichem, gedüngtem Boden. Häufig in lockeren Gruppen nach Regen.
Hut
5 bis 25 mm breit, jung eiförmig bis glockig, später flach ausgebreitet und scheibenförmig; tief radial gefurcht (gerippt) wie ein aufgespannter Faltenschirm. Farbe ocker- bis graubraun, zur Mitte hin dunkler und rötlichbraun, zum Rand grau verblassend.
Unterseite
Lamellen frei bis fast frei, anfangs grau, dann schwärzend; im Gegensatz zu echten Tintlingen kaum oder nur sehr spät und schwach zerfließend.
Stiel
40 bis 80 mm lang, sehr dünn (1 bis 2 mm), hohl, glatt, weißlich bis blassbräunlich, zerbrechlich, ohne Ring.
Geruch
Unauffällig, mild, ohne besondere Note.

Verwechslungsgefahr

Unbekannt Spechttintling / Hasenpfote (Coprinopsis spp.)
Größere, oft toxinhaltige oder mit Alkohol unverträgliche Tintlinge; vor Verzehr ähnlicher Arten generell Vorsicht.

Bedingt essbar Glimmer-Tintling (Coprinellus micaceus)
Büschelig an Holz, jung mit glimmernden Körnchen; mit Alkohol unverträglich. Hut nicht so tief gerippt.

Giftig Düngerlinge (Panaeolus spp.)
Ähnlich kleine, dünnstielige Arten; manche enthalten Psilocybin oder sind giftig. Hut nicht faltenschirmartig gerippt, Lamellen scheckig.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.