🍄 PilzCheck

Grubiger Milchling Lactarius scrobiculatus

Ungenießbar Merken

💚 Damit du sicher genießt: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Die letzte Entscheidung triffst du selbst, im Zweifel mit Hilfe einer offiziellen Pilzberatungsstelle deiner Wahl.

Grubiger Milchling (Lactarius scrobiculatus)
Bild: Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0 · Quelle

Der Grubige Milchling ist durch den gelb-zottig behaarten Hutrand und die namensgebenden grubigen Vertiefungen am Stiel gut zu kennzeichnen. Sicherstes Merkmal: Die zunächst weiße Milch verfärbt sich an der Luft rasch schwefelgelb und schmeckt sehr scharf und brennend. Wegen der scharfen Milch ist der Pilz roh ungenießbar; in Osteuropa wird er nur nach mehrfachem Abkochen und Verwerfen des Kochwassers gegessen, was nicht zu empfehlen ist. Bei der Bestimmung stets auf die Gelbverfärbung der Milch und die gegrubte Stieloberfläche achten.

Merkmale

Saison
Juli bis Oktober (teils bis November)
Lebensraum
In Nadelwäldern, vor allem unter Fichten, gern auf kalkhaltigen, frischen bis feuchten Böden im Bergland und Mittelgebirge. Mykorrhizapilz (Fichte), oft truppweise.
Hut
6 bis 25 cm breit, jung gewölbt mit eingerolltem Rand, später flach ausgebreitet bis flach niedergedrückt; strohgelb bis ockergelb, oft schwach gezont, schmierig-klebrig, am Rand deutlich zottig-filzig behaart.
Unterseite
Lamellen gedrängt stehend, am Stiel herablaufend, cremeweiß bis blass ockergelblich, bei Verletzung gilbend.
Stiel
3 bis 8 cm lang, dick und fest, gleich dick oder zur Basis verjüngt, gelblich, mit auffälligen dunkleren, grubigen Vertiefungen (Skrobikeln), die dem Pilz den Namen geben.
Geruch
Schwach obstartig bis harzig, unauffällig; Geschmack der Milch sehr scharf und brennend.

Verwechslungsgefahr

Ungenießbar Zottiger Violett-Milchling (Lactarius repraesentaneus)
Sehr ähnlich: ebenfalls großer, gelber, zottig gerandeter Milchling mit grubig-gefelecktem Stiel. Entscheidend: Die Milch verfärbt sich an der Luft VIOLETT (nicht gelb) und ist fast mild; eher auf saurem, feuchtem Boden bei Fichte/Birke. Wichtigster Doppelgänger.

Giftig Wolliger Milchling / Birken-Reizker (Lactarius torminosus)
Hut rosa-orange statt gelb, zottig gerandet, aber Milch bleibt weiß und unverändert; scharf, roh magenreizend/giftig. Standort bei Birken, nicht bei Fichten.

Essbar Brätling (Lactarius volemus)
Hut orangebraun, kahl ohne zottigen Rand, Stiel ohne Gruben, Milch reichlich weiß, mild, bräunt langsam; fischartiger Geruch; guter Speisepilz.

Ungenießbar Eichen-Milchling (Lactarius zonarius / quietus-Gruppe)
Hut deutlich gezont, kaum zottig, Stiel ohne Gruben, Milch weiß und scharf; Standort unter Laubbäumen (Eiche), nicht bei Fichte.

Unsicher bei deinem Fund?

Pilz per Foto bestimmen

Gut zu wissen: Dieser Steckbrief ist deine Lernhilfe und keine Freigabe zum Essen. Auch die beste Beschreibung ersetzt keine persönliche Prüfung deines Funds. Nimm dir Zeit, vergleiche mehrere Merkmale und lass deinen Fund im Zweifel von einer Pilzberatungsstelle bestätigen, dann bleibt das Sammeln entspannt und sicher.